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Die Stiftungsgründung
Der Gründer eines erfolgreichen Familienunternehmens bereitet sich auf seinen Ruhestand vor. Er könnte sein Lebenswerk komplett seinen Kindern übergeben, doch der Unternehmer hat auch andere Ziele. Einen Teil des Vermögens möchte er nicht einfach vererben, sondern in eine Stiftung einbringen, um gemeinnützige Aufgaben in seiner Heimatregion zu unterstützen.

Wie diese Konstruktion genau aussehen soll, darüber hat der Unternehmer noch keine genaue Vorstellung. Soll ein Anteil des Unternehmens in Zukunft der Stiftung gehören? Wer soll die Stiftung verwalten? Und wie könnte ein sinnvoller Stiftungszweck lauten?

Als der Patriarch mit seiner Familie über seine Pläne spricht, erntet er wenig Verständnis. Seine Kinder verstehen nicht, warum sie nicht das komplette Unternehmen erben sollen. Fehlt es dem Vater an Vertrauen in ihre Kompetenz?

Um die Situation zu lösen, braucht der Unternehmer einen Vermittler und Ratgeber. Auch hier kann der Wirtschaftsdialog helfen: Gemeinsam mit dem Unternehmer entwickele ich einen innovativen Stiftungszweck, der keine bereits vorhandene Stiftung kopiert. Dann lege ich gemeinsam mit dem Gründer fest, wie hoch der Anteil der Stiftung am Unternehmen sein muss. Schließlich soll der jährliche Ertrag stets ausreichen, um die gemeinnützigen Aufgaben zu finanzieren. Auch die Grundzüge der Satzung bespreche ich mit dem Unternehmer.

Sind diese grundsätzlichen Fragen geklärt, vermittele ich zwischen dem Unternehmer und seiner Familie. Die intensive Vorbereitung gibt dem Patriarchen eine Reihe guter Argumente an die Hand, mit denen er seine Kinder von seinem Projekt überzeugen kann. Sind die Nachkommen etwa bereit, Vorstandsposten zu übernehmen, kann ihr Vater sie in seine Stiftung einbinden. Niemand fühlt sich mehr übergangen.

Zuletzt sorge ich für eine reibungslose Gründung der Stiftung. Ich ziehe einen Rechts- und Steuerexperten hinzu und sorge für einen reibungslosen Projektablauf bis zum o.k. der Behörden. Gleichzeitig knüpfe ich für meinen Kunden Kontakte zu Experten oder langjährigen Unternehmenskunden und werbe darum, dass sie einen Platz im Kuratorium der Stiftung übernehmen.

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